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Oskar Lafontaine über Schulden, fiese Banken und die gefährlichste Frau Europas
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19. August 2011, 13:25 Uhr
Über die aktuelle Schuldenkrise hat SZ-Redakteur Thomas Schäfer mit Ex-Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine (67) gesprochen, heute Fraktionschef der Linken im saarländischen Landtag.
Herr Lafontaine, die britische „Sun“ hat Sie 1998 als „gefährlichsten Mann Europas“ beschimpft, weil sie sich für eine europäische Wirtschaftsregierung eingesetzt hatten. Ähnliches schlägt die Kanzlerin nun vor. Ist Merkel die gefährlichste Frau Europas?
Lafontaine: Frau Merkel versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht. Wenn Deutschland als wichtigste Volkswirtschaft Europas Lohndumping betreibt, kann das System nicht funktionieren. Da Frau Merkel an dieser verfehlten Politik festhält, könnte man sie wegen ihrer falschen Politik als gefährlichste Frau Europas bezeichnen.

Als Finanzminister wollten Sie die Banken „an die Kette legen“. Wäre die Finanzwelt eine bessere, wenn Sie Minister geblieben wären?
Lafontaine: Es wäre uns vieles erspart geblieben, wenn meine Vorschläge, den internationalen Finanzverkehr zu regeln, umgesetzt worden wären. Aber das war seinerzeit nicht durchsetzbar.

Jetzt findet offenbar ein Umdenken statt. Empfinden Sie Genugtuung?
Lafontaine: Nein, eher Sorge und eine gewisse Resignation. Es ist nicht verständlich, dass die Politik trotz der mit Händen zu greifenden Fehler immer noch nicht in der Lage ist, das Treiben der Banken zu beenden.
Die Politik versucht es. Merkel und Sarkozy haben Vorschläge gemacht, die etwas ändern könnten.
Lafontaine: Leider nein.
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