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Schweineseuche tötet Hund in Luxemburg
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29. Dezember 2010, 01:50 Uhr
Ihr Name ist kompliziert, das Wirken verhängnisvoll: In Luxemburg soll ein Hund an der Aujeszkyschen Krankheit (AK) verendet sein – einer Virusinfektion, die vielen Tierarten gefährlich werden kann. Für Menschen sei sie jedoch ungefährlich.
Von SZ-Redakteur Gerhard Franz

Saarbrücken. Eine Schweineseuche mit dem Namen Aujeszkysche Krankheit (AK) ist in der Großregion Saar-Lor-Lux offenbar auf dem Vormarsch. Wie die Tageszeitung „Luxemburger Wort“ meldet, soll ein Hund aus dem Großherzogtum an der Schweineseuche eingegangen sein. Bei ihrer Meldung bezieht sich die Tageszeitung auf eine Information des Internationalen Tierseuchenamtes in Paris. Demnach soll der Hund aus dem Ort Helmdingen Kontakt mit Wildschweinen gehabt haben.

Nach Auskunft des Vorsitzenden der saarländischen Tierärztekammer, Dr. Arnold Ludes, kommt die Nachricht über die Aujeszkysche Krankheit in Luxemburg höchst überraschend. Denn, so Ludes: „Diese Krankheit der Schweine gilt bei uns seit bestimmt zehn Jahren als ausgerottet.“ Vor allem für Hunde sei eine AK-Infektion tragisch. „Der Hund stirbt daran, das ist unheilbar“, so Ludes.

Wer im Internet nach Erkenntnissen über die Aujeszkysche Krankheit sucht, findet schnell heraus, dass es sich hier um eine Infektion mit einem Herpes-Virus handelt, das viele Tierarten befällt, jedoch Menschen und Primaten verschont. Selbst Schweine oder Wildschweine, die im Erwachsenenalter infiziert werden, sterben nicht daran, bleiben aber Träger des Virus, das sie auch nach langer Zeit noch ausscheiden.

Der Kontakt mit infizierten Schweinen oder der Verzehr von infiziertem Schweinefleisch ist für jeden Hund verhängnisvoll.
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