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Feuerwehr rettet vier Menschen aus brennendem Haus in Saarbrücken
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Von Sebastian Schäfer und Frank Bredel (SZ),  09. Februar 2012, 18:35 Uhr
Ein Brand in einem großen Wohn- und Geschäftshaus hat einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Retter halfen Bewohnern, denen dichter Rauch schon den Weg ins Freie abgeschnitten hatte.
Saarbrücken. „Ich habe einen lauten Knall gehört. Dann habe ich die Tür aufgemacht, Rauch gesehen und bin schnell raus.“ So erinnert sich ein Bewohner, wie am Donnerstag gegen 11.30 Uhr im Haus in der Saaruferstraße alles anfing. Augenblicke später stand er vor der Tür, hörte aus allen Richtungen das Gellen der Martinshörner, sah, wie gegen 11.30 Uhr die Berufsfeuerwehr und der Rettungsdienst heranrasten.

Weitere Notrufe erreichten Polizei und Feuerwehr, weil dichter Qualm aus dem Wohn- und Geschäftshaus quoll. An Fenstern im vierten Stock machten vier Menschen auf sich aufmerksam, während die Löschzüge der Berufsfeuerwehr aus St. Johann und Burbach den Kampf gegen Qualm und Flammen aufnahmen. Feuerwehrleute legten ihre Atemschutzgeräte an und arbeiteten sich durch dichten Qualm bis in den vierten Stock nach oben. Sie gaben einem Bewohner eine Brandfluchthaube, brachten ihn dann in Sicherheit. „Das ist eine spezielle Atemmaske, mit der man Personen auch durch stark verqualmte Bereiche führen kann“, sagte Schun.

Seine Leute brachten drei weitere Bewohner aus ihren Wohnungen über die Drehleiter in Sicherheit. Ihnen hatte der verqualmte Flur den Fluchtweg versperrt. Während die Feuerwehrmänner gegen Flammen und Rauch kämpften, kümmerten sich Notarzt und Sanitäter um die vier Geretteten. Einer, dessen Wohnung nur wenige Meter vom Brandort entfernt liegt, berichtete: „Überall war Rauch. Die Explosion drückte die Decke im Flur vor der Wohnung heraus.“ Die Feuerwehrleute hätten ihn dann mit einer Brandhaube aus dem Haus geführt. „Das ging ganz schnell. Ich hatte nicht einmal Zeit, mir eine Jacke überzuziehen“, erzählte der noch unter Schock stehende Mieter. Bis die Feuerwehr die Situation unter Kontrolle hatte, hatte die Polizei die Saaruferstraße gesperrt.

Der Brand war nach Schuns Angaben sehr schnell gelöscht. Ursache sei eine Verpuffung in einer zum Unglückszeitpunkt leeren Wohnung gewesen. Wände seien teilweise in die Nachbarwohnung gestürzt. Deswegen sind Teile der betroffenen Wohnungen zurzeit nicht nutzbar.

Was genau zur Verpuffung führte, versucht jetzt die Polizei herausfinden. Sie schätzt den Schaden auf 20 000 Euro. Die Feuerwehr zog einen Statiker zu Rate, der die die Standfestigkeit des Hauses untersuchte. Der Experte gab Entwarnung. Die eingestürzten Wände hätten keine Auswirkungen auf die Sicherheit es Hauses.


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