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Hitze und zu wenig Getränke: 80 Fans im Ludwigspark kollabiert





Saarbrücken
Hitze und zu wenig Getränke: 80 Fans im Ludwigspark kollabiert
20. August 2012, 08:44 Uhr
Das Pokalspiel zwischen dem und Schalke 04 hatte wegen der brennenden Sonne auch seine Schattenseiten: 80 Menschen kollabierten, darunter zwölf Kinder. Das DRK war gestern im Park im Dauereinsatz.


 
  Saarbrücken. Knapp 40 Grad Celsius zeigte das Thermometer gestern im Saarbrücker Ludwigsparkstadion. Zu viel für alle. Für die Spieler des 1. FC Saarbrücken, die im DFB-Pokal gegen Schalke 04 0:5 baden gingen. Für viele der knapp 30 000 Fans, die in Halbzeit zwei vor der Sonne kapitulierten und nicht mehr auf ihren Platz zurückkehrten. Und für die Gastronomie im Stadion, die an einigen Getränkeständen bereits kurz vor Anpfiff kein Wasser mehr im Angebot hatte. Die Bilanz liest sich erschreckend: „Wir mussten insgesamt 80 Menschen aus den Blöcken rausholen und sie versorgen“, erklärt Markus Litz vom Kreisverband Saarbrücken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Er hatte die Einsatzleitung beim Pokalspiel gestern. Drei Ärzte und insgesamt 100 Sanitäter kümmerten sich um die Hitzeopfer. 78 Kollabierte konnten nach Infusionen mit eigenen Kräften wieder nach Hause gehen.

Zwei Kollabierte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. „Beide waren aber ansprechbar“, erklärt Litz. Unter den Patienten war auch ein kleiner Junge, der beim Anstehen am Getränkestand in Ohnmacht fiel. Alle hatten sie gemein, dass sie zu wenig getrunken hatten. Wohl auch, weil zu wenig Wasser im Stadion war. Der Verein hatte die Stadion-Bewirtung einem Dienstleister überlassen, der mit 30 000 Menschen anscheinend überfordert war. Dass zu wenige Getränkestände da waren, war offensichtlich. Dass die Stände darüber hinaus mit zu wenig Personal besetzt waren, durften viele Fans leidvoll erfahren. Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde waren normal. So kam es, dass nicht nur während der zweiten Halbzeit die Menschen in meterlangen Schlangen vor den Toilettenhäuschen standen, um sich Wasser in PET-Flaschen zu füllen, die sie sich an den Getränkeständen organisiert hatten. Das Spiel lief da für viele Fans nur noch am Rande. Und so war der Sonntag im Park eine Hitzeschlacht am Rande eines Spiels, „das eigentlich nicht hätte angepfiffen werden dürfen“, sagt Thomas Heil, FCS-Geschäftsführer, der Organisationsleiter war. Aber der Deutsche Fußballbund ließe da nicht mit sich reden. kip



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