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Saarpiraten-Chefin Jasmin Maurer geht mit Erotik-Foto in Offensive





Saarbrücken
Saarpiraten-Chefin Jasmin Maurer geht mit Erotik-Foto in Offensive
05. September 2013, 14:00 Uhr
Zuerst hat die saarländische Piraten-Chefin Jasmin Maurer Fotos ihres Erotik-Shootings aus dem sozialen Netzwerk Facebook nehmen lassen, jetzt veröffentlich sie selbst eine Aufnahme - mit dem Spruch "Politik #entfesselt". Die Politikerin reagiert damit auf die Berichterstattung einer Boulevard-Zeitung.


 
Zu Beginn dieser Woche hat die saarländische Piraten-Chefin Jasmin Maurer mit erotischen Werbefotos Aufsehen erregt. Die Bilder, die sie knapp bekleidet und gefesselt zeigen, waren versehentlich auf der Facebook-Seite der Firma Freiraum an die Öffentlichkeit gelangt. Zunächst hatte sie die Firma gebeten, die Fotos von der Seite zu nehmen. Nun geht die Politikerin in die Offensive: Auf ihrer eigenen Facebook-Seite hat sie ein Foto vom Shooting veröffentlich - mitsamt dem Parteilogo der Piraten und dem Spruch „Politik #entfesselt“. Mit diesem Slogan will die Partei „ihre Zustimmung zu einer Politik, die nicht mehr an starre Denkstrukturen gefesselt ist“, ausdrücken.

Mit der Veröffentlichung reagiert Maurer nach eigenen Worten auf einen Bericht der „Bild“-Zeitung. „Ein Printmedium mit 4 Buchstaben meinte, mich in den Dreck ziehen zu müssen und ein Skandal aus ein paar Bildern machen zu müssen, schreibt die 24-Jährige zu dem Foto. Der einzige Skandal daran ist allerdings das Medium selbst, dass sich darüber aufregt, allerdings recht häufig Frauen ohne Oberbekleidung abdruckt. Sie selbst habe sehr sehr sehr viele Nachrichten mit positivem Zuspruch“ bekommen.

Auch die Piratenfraktion im saarländischen Landtag befürwortet Maurers Initiative. „Der versuchten Skandalisierung des Privatlebens der Abgeordneten Jasmin Maurers durch die Zeitung mit den vier großen Buchstaben stellen wir Piraten uns entschieden entgegen“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir Piraten stehen für ein Recht auf freie Selbstentfaltung aller Menschen. Die Freiheit endet erst dort, wo sie andere einschränkt.“

Dieser Meinung ist auch Maurer. „Daran müssen sich ebenfalls die Medien beteiligen und auch Personen in der Öffentlichkeit ein facettenreiches Leben zugestehen, ohne sie auf einen einzelnen Teil davon zu reduzieren“, fügt sie hinzu.

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