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Browser: Abseits der großen Fünf können vor allem kleine Exoten für Sicherheit sorgen





Dresden
Browser: Abseits der großen Fünf können vor allem kleine Exoten für Sicherheit sorgen
Von dpa-Mitarbeiter Tobias Hanraths,  19. Mai 2013, 14:06 Uhr
Lange Zeit war der Internet Explorer an der Spitze, dann der Firefox. Inzwischen gibt es mit Chrome und Safari reichlich Konkurrenz. Entscheidend für die Wahl ist, was der Nutzer von seinem Browser erwartet.
Ein Browser ist mehr als nur eine Software zum Betrachten von Webseiten: Nutzer können damit Filme anschauen, spielen oder Dokumente bearbeiten. Doch bei den Browsern gibt es feine Unterschiede. Entscheidend ist, was der Nutzer machen will.

Für Mozillas Firefox gibt es viele Add-ons und Plug-ins, die Werbung blocken, die Sicherheit verbessern oder das Herunterladen von Web-Videos ermöglichen. Opera hingegen hat ein eigenes E-Mail-Modul. Microsofts Internet Explorer 10 wurde speziell für Windows 8 und die Bedienung per Touchscreen entwickelt. Und Apples Safari ist für PC-Nutzer interessant, die unterwegs per iPhone surfen. „Nutzer setzen am PC auf exakt die Browser, die sie von anderen Geräten kennen“, erklärt Mike Schnoor vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Google geht mit seinem Browser Chrome einen Schritt weiter: Wer sich dort mit seinem Google-Nutzernamen und -Passwort anmeldet, kann seine Lesezeichen und Passwörter über mehrere Computer, Android-Smartphones und -Tablets hinweg synchronisieren. So liefert der Nutzer Google aber auch viele persönliche Daten.

Auf Geschwindigkeit und Sicherheit, früher kritische Faktoren bei der Browserwahl, müssen Nutzer kaum noch achten. „Das ist aber eher ein Wettrennen zwischen den Herstellern“, sagt Michael Roitzsch vom Institut für Informatik an der Technischen Universität Dresden. In Sachen Sicherheit setzen heute fast alle aktuellen Browser auf die Sandbox-Technologie: Sie schirmt geöffnete Webseiten voneinander und vom Rest des Rechners ab, erklärt Roitzsch. Stürzt eine Seite aufgrund eines Fehlers ab, laufen Browser und Computer weiter. Das macht die Programme stabiler und sicherer, sagt der Browser-Experte. Denn Kriminelle können Fehler in Webseiten nutzen, um durch den Browser Schadsoftware auf den PC zu schmuggeln. Dank der Sandbox-Technologie können Viren und Würmer aber nicht auf den Rest des Rechners übergreifen.

Spitzenreiter unter den Browsern ist Firefox: Fast die Hälfte der deutschen Nutzer (46 Prozent) surft nach Zahlen des Statistikdienstes Statcounter vom April 2013 damit. Das sind deutlich weniger als vor einigen Jahren: Im November 2010 waren noch 62 Prozent der Surfer mit Firefox unterwegs. Der Internet Explorer liegt mit 23 Prozent Nutzeranteil weiter auf Platz zwei. Mit Chrome geht knapp jeder Fünfte (19 Prozent) ins Netz, mit Safari und Opera je nur eine Minderheit (7 und 3 Prozent).

Abseits der fünf großen Browser gibt es ein paar exotischere Programme, etwa Avant und der auf Mozilla basierende K-Meleon. RockMelt betont die Integration von Netzwerken wie YouTube und Twitter. Grundsätzlich anders funktionieren diese Browser nicht, so Roitzsch. Doch eventuell sind Nutzer damit sicherer: Weil die Browser kaum verbreitet sind, wird sich kaum ein Hacker die Mühe machen, gezielt Sicherheitslücken darin anzugreifen.

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