Sie sind hier: HomeHauptordnerAufmacher

Saarbrücken





Saarbrücken
Cattenom: Was passiert beim Super-Gau mit Saarbrücken?
Saarbrücken

Von SZ-Redaktionsmitglied Pascal Becher,  16. September 2011, 04:02 Uhr
60 Kilometer weit von Saarbrücken steht das Atomkraftwerk Cattenom. Nach der Explosion in einer Nuklearanlage in Frankreich vor wenigen Tagen stellen sich viele Saarbrücker die Frage, was passieren würde, wenn das AKW hochginge.



Saarbrücken. Seit der Explosion in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule diskutieren sogar die sonst so gelassenen Franzosen über die Risiken von Atomkraftwerken (AKW). Offiziell wurde beim Unfall keine Radioaktivität freigesetzt. Ausgelöst durch den Vorfall in Frankreich machen sich auch die Saarbrücker Gedanken, wie sicher Atomkraft ist. Leben sie doch nur rund 60 Kilometer Luftlinie entfernt vom französischen Kraftwerk Cattenom. Was würde in Saarbrücken passieren, wenn im AKW ein „Supergau“ eintreten würde?

Die Landeshauptstadt liegt in der „Fernzone“. Die liegt in einem Radius von 25 bis 100 Kilometern um das AKW und gilt prinzipiell als sicher. „Die Notfallpläne gehen von einem Evakuierungsradius von maximal 25 Kilometern aus“, sagt Rainer Thome, Referatsleiter für Katastrophenschutz im Innenministerium.

Das bedeutet: Für Saarbrücken gibt es keinen offiziellen Evakuierungsplan. Das bestätigt Thome. Die sich an Bundesvorschriften orientierenden Notfallpläne sehen keine Räumung der Fernzonen vor. Das sei „fatal“, warnt Axel Mayer, Geschäftsführer vom BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein. Eine atomare Wolke könne je nach Windstärke mehr als 300 Kilometer weit reichen.  Er warnt: „Die Behörden wären mit einem atomaren Supergau absolut überfordert.“ Derzeit diskutieren Bund und Länder jedoch über eine Ausweitung der Evakurierungszonen, sagt Thome.
| 1
|
2
|
3 |
Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



LESE-EMPFEHLUNGEN
Cattenom
Saarbrücken

Großübung für einen möglichen Störfall im AKW Cattenom läuft

Krisenstäbe aus der ganzen Großregion üben seit gestern für einen schweren Störfall im AKW Cattenom. Das Krisenszenario beinhaltet einen örtlich begrenzten Austritt von radioaktiven Stoffen.Mehr
Anti-Atom-Demo
Metz

Masseret: Cattenom geht vom Netz, wenn es den Stresstest nicht besteht

Luxemburgs Premierminister Juncker hat am Mittwoch in Metz nach einem Treffen von Spitzenpolitikern der Großregion vor dem Risiko durch Atomkraft gewarnt. Ministerpräsident Müller war nach den Verhandlungen enttäuscht.Mehr
Neuer Boom für Anti-Atomsonne
Perl

Experten-Kommission für Energiewende in Saar-Lor- Lux

Der Interregionale Parlamentarierrat (IPR) will die Energiewende in der Großregion Saar-Lor- Lux. Jetzt soll eine Experten-Kommission ein zukunftsfähiges Energiekonzept erstellen.Mehr


Anzeige
Neu für Vereine SaarZeitung | Termin melden | Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige