Sie sind hier: HomeHauptordnerAufmacher

Geld für vier Gruben-Denkmäler - Heute soll das Regierungs-Gutachten vorgestellt werden





Saarbrücken
Geld für vier Gruben-Denkmäler - Heute soll das Regierungs-Gutachten vorgestellt werden
Von SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus,  27. August 2013, 04:15 Uhr
38 Gruben-Denkmäler weist die Liste des Landesdenkmalamtes aus, 14 davon – alle im Noch-Besitz der RAG AG – haben Gutachter neu bewertet. Wie die SZ aus sicherer Quelle erfuhr, wurden nur vier davon als „erhaltenswert“ eingeschätzt.
Aus zwei mach vier – es kommt einer Verdoppelung gleich, was Saar-Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) heute nach einer Kabinettssitzung voraussichtlich öffentlich machen wird: Die Landesregierung will vier Gruben-Denkmäler, die zur Zeit noch im Besitz der RAG sind, finanziell bei ihrer denkmalgerechten Weiternutzung unterstützen. Welche Projekthilfen es geben wird, steht wohl noch nicht fest. Als die Jamaika-Regierung das Gutachten beim Darmstädter Industriearchäologie- Experten Rolf Höhmann in Auftrag gab, hieß es, man werde sich höchstens den Erhalt von „maximal zwei bis drei Fördertürmen“ leisten können. Damals gab es keinen Aufschrei im Land. Das könnte sich jetzt ändern.

Denn nun liegt sie für jeden der 14 geprüften RAG-Standorte schwarz auf weiß und transparent vor: eine „Evaluierung“. Letztere definiert nicht nur den kulturhistorischen Wert der Denkmäler. Dies hatte das Landesdenkmalamt bereits 2006 für 38 Bergbaudenkmäler geleistet und 15 davon als besonders wertvoll erachtet. Diesmal ging es nur um die RAG-Besitztümer und vor allem darum, auch ökonomische oder touristische Entwicklungspotenziale als Bewertungs-Kriterien aufzunehmen. So entstand eine neue „Bestenliste“. Sie dürfte manchen ernüchtern. So zählt beispielsweise die Kokereigasmaschinenzentrale Heinitz – ein Denkmal der Elektrifizierung von nationalem Rang – laut SZ-Recherchen nicht zu den Premiumstandorten. Ebenfalls „aussortiert“ wurden: Der Schacht Erkershöhe (Friedrichsthal), der Ostschacht der Grube Maybach (Friedrichsthal), die Grube Viktoria (Püttlingen), die Grube Jägersfreude (Dudweiler), der Alsbachschacht (Luisenthal), der Dellbrückschacht (Klarenthal), die Schächte Duhamel (Ensdorf), St. Charles IV (Grossrosseln) und Ney (Schwalbach).

Wie es dort weiter geht? Das dürfte jetzt eine rein kommunale Aufgabe werden. Das Wirtschaftsministerium hat offensichtlich vor, Sondermittel nur in Premium-Standorte zu stecken und die RAG-Stiftung dafür mit in die finanzielle Pflicht zu nehmen. Das Gutachten macht für die Nutzung der vier Premiumstandorte bereits Vorschläge. Vier Leitbilder wurden unter den Stichworten „Arbeit“ (Camphausen), „Energie“ (Luisenthal), „ Grenze“ (Velsen) und „Bergbaufolge-Landschaft“ (Itzenplitz) entwickelt.



Saarbrücken

Bostalsee: Opposition kritisiert Handeln der Regierung

Saarbrücken. Nach der Affäre um unbezahlte Bauarbeiter aus Rumänien auf der Centerparcs-Baustelle am Bostalsee (wir berichteten) sehen die Oppositionsfraktionen von Linken, Piraten und Grünen die ... Mehr
Saarbrücken

Ab 2014 muss die Saar-Uni mit Einschnitten rechnen

Saarbrücken. Es schien die überraschende Wende zum Guten nach einer heftigen Auseinandersetzung zu sein. Mehr
Industriekultur
Saarbrücken

Konzept für die Bergbauflächen wird erarbeitet

Saarbrücken. Das Ende des Steinkohlen-Bergbaus im Saarland ist nicht mehr weit. Mitte kommenden Jahres wird die letzte Kohle an der Saar aus der Erde geholt. Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige