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Industrieflächen locken Betriebe nach Homburg und Lisdorf





Saarbrücken.
Industrieflächen locken Betriebe nach Homburg und Lisdorf
Thomas Sponticcia,  11. Februar 2014, 00:27 Uhr
Die Besiedelung der beiden größten Industrieflächen an der Saar auf dem Lisdorfer Berg und in Homburg Am Zunderbaum mit neuen Unternehmen macht Fortschritte. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GW Saar) wirbt zudem stärker in der Türkei und den USA um Neuansiedlungen.


 
Auf 19 Ansiedlungen mit insgesamt 1000 neuen Arbeitsplätzen im Jahr 2013 verweisen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) und der Chef der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GW Saar), Thomas Schuck. Auch im laufenden Jahr würden aus dem Landeshaushalt unverändert 1,3 Millionen Euro für die Aktivitäten der GW Saar zur Verfügung gestellt, betont Rehlinger. Dies sei trotz der Sparzwänge des Landes angebracht, zumal die GW Saar ihre Aktivitäten noch weiter ausbauen soll.

So soll insbesondere in der Türkei und auch in den USA um neue Projekte und ansiedlungswillige Unternehmen geworben werden. Insgesamt stünden an der Saar derzeit 439 Gewerbe- und Industrieflächen unterschiedlichster Größe zur Verfügung. Systematische Fortschritte macht nach den Worten von Schuck insbesondere die Erschließung und Vermarktung der beiden größten Flächen am Lisdorfer Berg und in Homburg Am Zunderbaum. Aktuell siedelten sich drei größere Unternehmen am Lisdorfer Berg an. Der Textil-Service Mewa, einer der großen Lieferanten für Berufsbekleidung und Putzlappen, plant mit 200 Mitarbeitern. Das Unternehmen Lakal, ein Hersteller von Rollläden und Tortechnik, errichtet ein neues Werk und will 300 Mitarbeiter einstellen. Die Helvetia Packaging produziert Getränkeverpackungen. Deren Planungen gehen von 150 neuen Arbeitsplätzen aus.

Schuck verweist auf weitere zehn Anfragen von Unternehmen, die an einer Ansiedlung auf dem Lisdorfer Berg interessiert seien. Insgesamt 67 Hektar stehen im ersten Bauabschnitt zur Verfügung. Weitere 30 Hektar kommen noch hinzu. Ziel der geplanten Flächenaufteilung sei es, möglichst auch einem größeren Unternehmen den benötigten Platz anbieten zu können, idealerweise in einer Größenordnung von 20 Hektar.

Auch die Erschließung und Bebauung der zweiten großen Industriefläche in Homburg Am Zunderbaum mache Fortschritte, betont Schuck. Hier stehen insgesamt 36 Hektar zur Verfügung, von denen bereits fünf Hektar an zwölf Firmen verkauft worden seien. Nach den jüngsten Erfahrungen der GW Saar interessierten sich vorrangig Autozulieferer für einen Standort an der Saar, aber auch Betriebe in den Bereichen Logistik, Nahrungsmittelherstellung und Verpackungsservice. Hinzu käme eine Sogwirkung durch bereits bekannte Unternehmen in der Region, die das Interesse weiterer Zulieferer auslöse.

In der Rangfolge der Länder, in denen sich die GW Saar um Neuansiedlungen oder verstärkte Handelskontakte bemüht, stehe Frankreich als wichtigster Außenhandelspartner an der Spitze. Auch aus Norditalien komme verstärktes Interesse, etwa aus der Nahrungsmittel-Industrie und dem Maschinenbau.

Ein Grund der Argumentation sei, dass man vom Saarland aus auch den französischen Markt besser bedienen könne. Seit 15 Jahren bestünden beständige Kontakte zu Israel, gefolgt von den USA. Hier berichtet Schuck über drei große Internet-Händler, die akut daran interessiert seien, sich im Saarland zu engagieren, um den europäischen Markt besser bedienen zu können. Auf Platz fünf der Rangliste steht die Türkei. Dieser Markt werde 2014 besonders intensiv bearbeitet, zumal es schon verstärktes Interesse aus mehreren Branchen gebe. Neben einer starken Messepräsenz europaweit kooperiere die GW Saar international mit zahlreichen Partnern, die jeweils im Auftrag tätig würden.

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