Mit ergreifenden Gedenkfeiern, aber auch mit einem klaren Bekenntnis zur Atomkraft haben die Ukraine und Russland tausender Opfer des Super-GAUs in Tschernobyl vor 25 Jahren gedacht.
Moskau
Die Schreckensbilder der Atomkatastrophe von Tschernobyl mit den verstrahlten Einsatzhelfern und Menschen auf der Flucht sind bis heute im Gedächtnis. Wie viele Menschen genau an den Folgen des Super-GAU starben oder immer noch an tödlichen Krankheiten wie Krebs leiden, ist umstritten.
München/Minsk
Der Strahlenmediziner Prof. Edmund Lengfelder fordert, dass die Grenzwerte für Lebensmittel, aber auch für Wasser und Luft in der Umgebung von deutschen Atomkraftwerken drastisch gesenkt werden.
Berlin
Jürgen Trittin erinnert sich gut. Am 1. Mai 1986 feierte er bei Sonnenschein mit Kindern auf dem Göttinger Markt ein Maifest. Doch dann zog die Feuerwehr Proben aus Pfützen. «Kurz darauf wurden Sandkästen und Sportplätze gesperrt.»
Berlin
Die Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl gilt als bisher schwerstes Unglück bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Das Protokoll einer Katastrophe:
Tschernobyl
Etwa zwei Kilometer vom Atomkraftwerk Tschernobyl ist die zerstörerische Kraft radioaktiver Strahlung ganz greifbar - in Pripjat. In die frühere sowjetische Musterstadt aus Beton kommt heute nur, wer eine Sondergenehmigung hat.
Kiew/Moskau
25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl haben in der Ukraine in der Nacht die Gedenkfeiern an die tausenden Opfer des Super-GAUs begonnen.
Berlin
Am 26. April 1986 kommt es im Kernkraftwerk Tschernobyl zum Super-GAU. Der Reaktormantel explodiert, Trümmer und radioaktives Material werden nach außen geschleudert, eine nukleare Wolke breitet sich über weite Teile Europas aus.
Böhl-Iggelheim
Der Tschernobyl-Hilfeverein «Kinder von Shitkowitschi - Leben nach Tschernobyl» beklagt eine rückläufige Hilfsbereitschaft für die Leidtragenden der Atomkatastrophe in Tschernobyl.
Kiew/Moskau
Als der Ukrainer Igor Kostin die Bilder von der Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins sieht, hat er wieder die Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren vor Augen.
Berlin
Die Schreckensbilder vom explodierten Kernkraftwerk Tschernobyl, von verstrahlten Einsatzhelfern und Menschen auf der Flucht sind bis heute im Gedächtnis.
BERLIN
Über 600 Millionen Menschen in Europa sind nach Angaben von Atomkritikern gesundheitlich von der Katastrophe in Tschernobyl betroffen. Das geht aus einer Veröffentlichung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und der Gesellschaft
Kiew
25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl erhält die Ukraine eine weitere halbe Milliarde Euro für eine neue Reaktor-Schutzhülle.
Speyer/Koblenz
Auch 25 Jahre nach dem Atomunfall von Tschernobyl sind viele Wildschweine in Rheinland-Pfalz laut Experten noch zu stark radioaktiv belastet. «Grenzwertüberschreitungen messen wir ausschließlich bei Schwarzwild», sagte Gisela Ruhnke vom Landesuntersuchungsamt in einem dpa-Gespräch.
Aufgrund eines Experiments explodierte vor 25 Jahren das Atomkraftwerk in Tschernobyl
Nach der Reaktorkatastrophe ließ Moskau die Bevölkerung über die Gefahren im unklaren.
Leben und Sterben um Tschernobyl.
Die Spätfolgen der Katastrophe bedrohen Opfer und Helfer.
Die Katastrophe in Tschernobyl strapazierte die Berichterstatter.