Der Sicherheitshilfsdienst (SHD) wurde von den Nationalsozialisten vor allem für den Brandschutz und die Brandbekämpfung bei Bombenangriffen eingerichtet. Die Ausbildung beim SHD übernahmen meist Feuerwehrleute. 1943 erhielt der Elektrikerlehrling Ewald Rech den Stellungsbefehl bei der Wehrmacht und kämpfte in Italien. Nach Kriegsgefangenschaft in Italien und Frankreich kehrte Rech 1946 zurück in seine Heimat. Er beendete seine Lehre bei den Amtswerken Riegelsberg. „Mein Meister damals war aktiver Feuerwehrmann, und auch für mich war sofort klar, dass ich wieder Feuerwehrmann werden wollte“, erinnert sich der rüstige Rentner.
Die Arbeit bei der Feuerwehr Köllerbach musste ja irgendwie weitergehen, aber das sei nicht ganz einfach gewesen. Viele seiner Kameraden kamen aus dem Krieg nicht mehr zurück, befanden sich noch in Gefangenschaft oder waren schlicht versehrt. Das Wort „Pompiers“, die französische Bezeichnung für Feuerwehr, hatten die Feuerwehrmänner im französisch besetzten Saargebiet damals auf ihrer Uniform stehen. Die Aufbauarbeit der Köllerbacher Feuerwehr schritt rasch voran, und Rech kletterte auf der Karriereleiter schnell nach oben. 1963 wählten ihn seine Kameraden zum Wehrführer von Köllerbach. Er blieb es bis 1985, bis er nach 44 Jahren aktiver Zeit in die Alterswehr wechselte. Dazwischen hatte er noch die Aufgabe, nach der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974, die beiden Wehren aus Püttlingen und Köllerbach zu einer Einheit zu schmieden.
Aber mit tatkräftiger Hilfe des damaligen Bürgermeisters Rudolf Müller gelang der Zusammenschluss. Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren habe sich im Verlauf der Jahrzehnte beträchtlich gewandelt, weiß Rech. Technische Neuerungen bei der Ausrüstung sowie verbesserte Brandschutzrichtlinien hätten Erleichterungen gebracht. Auch die Art der Einsätze habe sich verändert. Waren es früher tatsächlich überwiegend Feuerbekämpfungen, so überwögen heute Einsätze bei Verkehrsunfällen und eher technische Anforderungen zum Beispiel beim Umweltschutz. „Wir wohnten früher alle mehr oder weniger rund um das Feuerwehrgerätehaus und waren bei Alarm im Handumdrehen an der Brandstelle“, erzählt Rech.
Auf diese Weise seien spektakuläre Katastrophen im Wortsinne im Keim erstickt worden. Nur einen einzigen Todesfall nach einem Feuer mussten Rech und seine Kollegen beklagen. Aber das Grubenunglück in Luisenthal im Januar 1962 bleibt bis heute das traurigste Ereignis. Damals war die Köllerbacher Feuerwehr, mit Rech als stellvertretendem Wehrführer, für die Überführung der 23 getöteten Bergleute aus Köllerbach in ihren Heimatort zuständig. „Die Feuerwehr hat mich geprägt und die Kameradschaft bedeutet mir heute noch viel“, bilanziert Rech sein Leben als Feuerwehrmann. Die Gesellschaft dankte es ihm mit einer Reihe hoher Ehrungen und Auszeichnungen. Das Bundesverdienstkreuz, das er 1986 erhielt, ragt hierbei natürlich heraus.

































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